Sonnenhunde, Tierheimhunde aus dem Ausland

Fotos meiner Hunde



Enzo *2014

Felina * 2011

Dune * 2002 und Strubbel (vorne)  * 1999 , beide stammen aus Lanzarote.

Die Unvergessenen in den ewigen Jagdgründen:

Danko

Ein wahrer Schatz auf 4 Pfoten

 * ca. 1999 auf Lanzarote,  gestorben am 15.01.2014 in Weilerswist

Sandy

* auf Kreta Februar 2002    +06.02.2011 in Weilerswist

für die einen warst du nichts weiter als ein lästiger, nichtsnutziger Straßenköter, getreten, geschlagen, misshandelt, angefahren

für mich warst du die beste Freundin, die man haben kann.

Für Sandy: Die Reise

Wir reisen ans Meer, mein Hund kauert auf meinem Schoß und drückt sich fest an mich. Er ist nervös, es ist 3.00 Uhr nachts und wir sind gerade auf die Autobahnauffahrt abgebogen. Unser Ziel ist es, bis zum frühen Nachmittag das Meer zu erreichen. Es geht Richtung Süden. Unser Hund ist beunruhigt, um diese Uhrzeit haben wir noch nie das Haus verlassen. Was mag in seinem Kopf vorgehen? Vertraut er uns immer noch nicht so ganz? Könnte ich ihm doch nur sagen, wo die Reise hingeht. Ich freue mich jedenfalls und wenn mein Hund wüsste was unser Ziel ist, würde er sich ebenfalls freuen, denn er liebt Sonne, Sand und Meer und ich bin davon überzeugt, an so manchen Tagen vermisst er diese Dinge.

Jetzt versucht er aus dem Fenster in die stockfinstere Nacht zu sehen. Seine Augen suchen, wie ein Scanner die Umgebung nach Anhaltspunkten ab, die ihm über das Ziel unserer Reise Aufschluss geben könnten. Doch durch die Dunkelheit kann er nichts genaues erkennen. Seine Nervosität ist noch immer groß, ich spüre es deutlich an der Anspannung seines Körpers.

Beim ersten Stopp, einer Pause auf einer Autobahnraststätte, versucht er panikartig aus dem Wagen zu kommen. Darauf waren wir vorbereitet, beinahe so, als hätten wir damit gerechnet, deshalb wurde er vor Reiseantritt im Fahrzeug gut gesichert. Mit doppelter Leine, an Brustgeschirr und Halsband befestigt, darf auch er aussteigen und sich die Beine vertreten. Die Bewegung tut ihm gut. Nun kann er neue Gerüche aufnehmen und seine Aufregung legt sich ein wenig. Nachdem wir wieder im Wagen sitzen und unsere Fahrt fortsetzten, entspannt er sich deutlich.

Er rollt sich zusammen und schläft endlich ein. Langsam dämmert der Morgen, es wird hell, die ersten Sonnenstrahlen färben den Himmel stellenweise schon und können das Dunkel der Nacht schleppend vertreiben. Die Himmelsfarbe wechselt von Schwarz über dunkles Graublau zu Lila in zartes Pastellblau. Erste Sonnenstrahlen durchbrechen die letzten düsteren Schleier der Dunkelheit, eine lange Nacht ist dem Tag gewichen.

 Plötzlich springt mein Hund auf, er reckt sich und schaut völlig aufgeregt aus dem Seitenfenster, auch wir sind verdutzt, schauen ebenso, aber sehen nichts außer den ersten Ausläufern einer Bergkette. Mein Hund scheint irgendetwas zu wittern, er drückt nun seine Nase gegen die Frischluftdüsen des Autos. Wir rätseln, was mag ihn nur so in Aufregung versetzt haben? Wieder schauen wir aus dem Fenster und suchen mit unseren Blicken die Gegend ab. Wir entdecken nichts, rein gar nichts. Ich beobachte meinen Hund, er ist aufgeregt aber nicht verstört, eher in freudiger Erwartung auf ein ganz bestimmtes bevorstehendes Ereignis. Ja, er scheint sich auf etwas zu freuen, wenn man ihn genau kennt, kann man in seinem pelzigen Gesicht deutlich ein Lachen sehen. Sein Körper ist aufrecht und stolz. Der Kopf ist hoch erhoben, die Ohren sind nach vorne gerichtet. Sein Blick sucht offensichtlich nach etwas ganz Bestimmtem.

Die Hügel fallen ab und dazwischen sehe ich das Meer. Es ist ruhig, glatt wie ein Spiegel. Die aufgehende Morgensonne zaubert ein Glitzern auf die Oberfläche. Mein Hund richtet sich noch etwas höher auf. Er steht jetzt auf meinem Schoß, schaut auf das Meer und seine Rute beginnt zu wedeln. Jetzt ist uns klar, wonach er gesucht hat. Er konnte die Nähe des Meeres schon lange wahrnehmen, bevor dieses überhaupt in Sicht kam. Dieser Geruch hat ihm verraten, wohin die Reise geht. Die anfängliche Nervosität ist Vorfreude gewichen. So hat sich unser Hund bei noch keiner anderen Reise verhalten. Beim nächsten Stopp an einem sehr schönen Rastplatz erkundet er die Umgebung überaus interessiert aber gelassen.

Doch die Fahrt geht noch ein Stück weiter, wir sind unserem Ziel jedoch schon sehr nahe. Mein Hund sucht weiter die Umgebung mit den Augen ab. Sucht sein Blick nach irgendetwas Bekanntem aus der Vergangenheit? Kann er sich tatsächlich noch an sein früheres Leben erinnern? Sind es nur die Gerüche des Südens oder sind es visuelle Eindrücke, die in seinem Kopf gespeichert sind, oder beides?

Endlich haben wir unser Ziel erreicht. Auch jetzt ist mein Hund freudig erregt, er will die Umgebung erkunden. Das wollen wir auch und gehen zum Strand, für einen kurzen Moment bleibt er stehen und blickt aufs offene Meer, dann rennt er los, umkreist uns, wirft sich übermütig in den Sand, rollt sich darin herum, springt auf und verscheucht bellend einige Möwen, bevor er zu uns zurück rennt. So ausgelassen haben wir ihn noch nie zuvor erlebt. Ist das seine Art sich bei uns zu bedanken? Ganz offensichtlich ist er froh mit uns hier zu sein. Ich bin mir ganz sicher, dass er sich an seine Vergangenheit genau erinnert. Er wird sein Leben lang wissen, wo seine Wurzeln sind.

Oft hört man die These: „Hunde leben nur in der Gegenwart, was eben war ist vorbei und vergessen!“

Aber wenn ich meinen Hund hier betrachte, komme ich zu dem Schluss, dass das wohl kaum stimmen kann.

Wie lassen sich sonst bei so vielen Hunden die Ängste aus der Vergangenheit, in bestimmten Situationen, vor bestimmten Gegenständen oder vor bestimmten Menschen erklären, wenn Hunde doch angeblich nur in der Gegenwart leben und alles was vorbei ist gleich wieder vergessen und keinen Bezug zur Vergangenheit haben?

Hunde haben ein ausgezeichnetes Gedächtnis, sie können uns lediglich nichts konkretes aus ihrer Vergangenheit mitteilen. Das bedeutet aber nicht, dass sie nichts wissen und sich an nichts erinnern können.

Copyright 2008 Ute Dissemond Auszug aus meinem Buch: "Hunde sind...", erschienen 2010

 

Rasta

der beste Hund der Welt,  mit dem alles begann

 * auf Lanzarote ca. 1995                + 02.09.2008 in Weilerswist

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"Nicht da wo ich geboren wurde, sondern wo es mir gut geht, ist mein Zuhause." (Weisheit aus Afrika, Kanuri)

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Paco (rechts)

Rastas Freund aus Tierheimtagen die beiden teilten in Lanzarote, für lange 3,5 Jahre, den Zwinger miteinander und durften zusammen auf die Reise in die neue Heimat gehen

* auf Lanzarote, Mai 1995                       + 28.06. 2006 in Weilerswist

Flecki: *30.08.1988  +12.03.2004

Toni: : * März 1983   +10.11.1992

Seppel: * Feb. 1969   +06.01.1982

Das Testament einer Katze

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament
Um ihr Heim und alles, was sie haben
denen zu hinterlassen, die sie lieben.
Ich würde auch solch ein Testament machen,
wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner
würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
mein weiches Kissen, mein Spielzeug
und den so sehr geliebten Schoß,
die so sanft streichelnde Hand,
die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt
zu einem, friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,
gehalten im liebenden Arm. 

Wenn ich einmal sterbe, dann sag bitte nicht:
„Nie mehr werde ich ein Tier haben,
der Verlust tut viel zu weh!“

Such dir eine einsame, ungeliebte Katze aus
und gib ihr meinen Platz.

Das ist mein Erbe.
Die Liebe, die ich zurücklasse ist alles,
was ich geben kann.

(von Magaret Trowton)